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Wie Sie erkennen, ob ein Blogger echte Reichweite hat

Gekaufte Follower sieht man nicht im Profil. Man sieht sie in den Statistiken — wenn man weiß, worauf man schaut.

Veröffentlicht 14. Oktober 2026 · Liudmyla Solomenko

Die Follower-Zahl sagt fast nichts

Sie ist die einzige Zahl, die öffentlich sichtbar ist, und deshalb die einzige, auf die Unternehmen schauen. Genau deshalb ist sie auch die Zahl, die am häufigsten gekauft wird. Bevor wir einen Creator in eine Kampagne nehmen, fragen wir nach Screenshots aus den Profil-Insights — und erst die erzählen etwas.

Vier Dinge, die wir prüfen

Reichweite im Verhältnis zur Followerzahl. Bei einem gesunden Profil sehen die Stories ungefähr ein Zehntel bis ein Fünftel der Follower. Liegt der Wert deutlich darunter, ist entweder ein großer Teil des Publikums inaktiv — oder nie echt gewesen.

Das Verhältnis von Kommentaren zu Likes. Likes lassen sich billig kaufen, Kommentare schlecht. Tausende Likes neben einer Handvoll Kommentaren, die alle aus Emojis bestehen, sind ein klares Signal.

Geografie des Publikums. Ein Creator mit deutschem Content, dessen Publikum zu großen Teilen außerhalb Europas sitzt, bringt Ihnen keine Kunden in Deutschland — auch wenn die Zahlen beeindruckend aussehen. Wir lassen uns die Länderverteilung zeigen, nicht erzählen.

Der Verlauf. Organisches Wachstum sieht aus wie eine Treppe mit vielen kleinen Stufen. Gekauftes Wachstum sieht aus wie eine Wand: ein Sprung an einem Tag, danach Stillstand.

Was wichtiger ist als jede Statistik

Lesen Sie die Kommentare unter den letzten fünf Beiträgen. Nicht zählen — lesen. Wenn dort echte Fragen stehen, auf die der Creator antwortet, ist ein Publikum da. Wenn dort nur Emojis und „nice“ stehen, ist keines da, egal was die Zahlen sagen.

Und schauen Sie, wie frühere Werbung aussah. Ein Creator, der ein Produkt in eigenen Worten erklärt und sagt, für wen es nicht passt, verkauft besser als einer, der einen Werbetext vorliest. Wir bevorzugen Autoren, die auch mal ablehnen — sie behalten das Vertrauen ihres Publikums, und genau das kaufen Sie ein.

Warum wir keine Datenbanken kaufen

Es gibt Plattformen, die Zugriff auf Zehntausende Profile verkaufen. Das Problem ist nicht die Menge, sondern dass niemand die Autoren kennt. Wir arbeiten mit einem Netzwerk von über 500 Creatorn in DACH und den USA, mit denen wir direkt sprechen, auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch oder Englisch — und wissen, wer zuverlässig liefert und wer nicht. Das lässt sich nicht aus einer Tabelle ablesen.

Liudmyla SolomenkoInfluencer-Marketing in DACH und den USA, Werbungagentur.site

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